PRESSE

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NP, 27. April 2016

NP, 27. April 2016
Rezension des Gastspiels in Neustadt bei Coburg
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Coburger Tageblatt, 11. April 2016

 

Coburger Tageblatt, 11. April 2016
Rezension des Gastspiels in Neustadt bei Coburg
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nordbayern.de Schwabach, 09.10.2014
„Ensemble Stilblüten“ huldigte dem geist
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 Pegnitz-Zeitung, 28.10.2012

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28.10.12 15:11 Uhr

Loriot-Abend im PZ-Kulturraum
Pegnitzer Ensemble erweist Loriot die Ehre 

Sorgfältige Interpretation eines großen Humoristen

Von: Isabel Krieger

 

LAUF — Als Vicco von Bülow im vergangenen Jahr starb, trauerte das deutsche Publikum um ihn wie kaum zuvor um einen Künstler. Kein Wunder, war „Loriot“ doch jahrzehntelang Gast in nahezu jedem Wohnzimmer und interpretierte dort mit seinem feinsinnigen Humor die Auswüchse des menschlichen und tierischen Daseins. An den unverwechselbaren Humoristen in einer Hommage zu erinnern, ist daher eine schwierige Gratwanderung. Dem Ensemble „Stilblüten“ ist sie gelungen.

 

Unter dem Titel „Holleri Du Dödl Du“ waren die vier Interpreten rund um Schauspieler Lutz Glombeck zu Gast im PZ-Kulturraum und boten dort einen Streifzug durch 50 Jahre Loriot. Dass es gar nicht so leicht gewesen war, vom Meister noch zu Lebzeiten die Erlaubnis für diese szenische Lesung zu bekommen, wie Lutz Glombeck am Anfang berichtete, spricht dabei schon für sie. Vicco von Bülow, der sich selbst als Perfektionisten bezeichnete, war nämlich keineswegs darüber amüsiert, wenn seine bis ins letzte Detail ausgefeilten Dialoge zu Kalauern auf deutschen Provinzbühnen verkamen und verwehrte sich stets dagegen.

 

Doch die vier Mitglieder des Ensembles „Stilblüten“ sind klug genug, gar nicht erst Loriot oder seiner kongenialen Partnerin Evelyn Hamann nacheifern zu wollen, deren unverwechselbarer Habitus wohl für immer auf ein Sofa gebannt ist. Und so stehen die Lesung und der feine Wortwitz von Loriots Sketchen, Parodien und Cartoons im Vordergrund des Abends und werden von den Mitgliedern des Stilblüten-Ensembles mit großer Sorgfalt interpretiert. So manche Szene, obgleich dutzendfach schon gesehen, bietet da beim genauen Hinhören noch neue Qualitäten, die man früher überhörte, weil einen Evelyn Hamans fassungsloses Gesicht oder Loriots Augenbrauenspiel wieder einmal ablenkte.

So auch beim Klassiker der „Fernsehabend“, in dem das Duo (in diesem Fall Andreas Herden und Luna Mittig) unverwechselbar sein eigenes Publikum spiegelt oder bei der legendären Szene „Herren im Bad“, die sich in der Erinnerung oft auf den Satz „Die Ente bleibt draußen“ reduziert. Doch Herr Müller-Lüdenscheid und Herr Dr. Klödner, gesprochen von Lutz Glombeck und Andreas Herden, sind die Urtypen jener Machtmenschen, die Loriot so gerne beschreibt, die in Firmen und auf der politischen Bühne große Rollen spielen, daheim aber ums Frühstücksei streiten- auch diese Szene durfte natürlich nicht fehlen.

 

Zu einem Highlight aber geriet die legendäre „Fernsehansage“, in der sich Tatjana Sieber mit der Präzision einer Evelyn Hamann durchs seitenlange „th“ der britischen Landkarte quält und beim Publikum einen wohligen Seufzer nach dem anderen produziert. Und auch „Feierabend“, von Andreas Herden und Luna Mittig in Szene gesetzt, kommt gut an und wird, wenn das schrille „Hermann“ hinter dem Vorhang ertönt, mit großem Vergnügen quittiert.

 

Von Hunden und Menschen

Dass Loriot Menschen und Hunden gerne in die Psyche schaute und dabei höchstens einen Unterschied zwischen kleinen dünnen Langhaarigen und großen dicken Kurzhaarigen ausmachte, sprach stets für ihn. Doch anders als oft kolportiert, agierte der Humorist auch politisch, auch das wird an diesem Abend wieder einmal deutlich. Ob in der ausschließlich aus Worthülsen und Floskeln bestehenden „Bundestagsrede“ von Andreas Herden oder bei der Frage, ob die Produktion von Marzipankartoffeln den Wirkungsgrad von Schützenpanzern beeinflusst- Politiker und Wirtschaftsbosse, so kam Loriot zum Schluss, können alles verkaufen, im Notfall sogar Wurst. Schade fand er stets nur, dass politische Äußerungen von Hunden auf dem Bildschirm nicht erlaubt sind. Wir auch.

Gegen Verklemmtheit hilft Küssen. Diese Erkenntnis gewinnt die Psychologin (Luna Mittig) in der Eheberatung mit Lutz Glombeck und Tatjana Sieber. Doch auch diese Szene von Loriot zeigt – Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen.

Foto: Krieger

 

 

 

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Main-Post, 16.01.2012

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